Kein Herz für Kommerz!

An der Uni Bremen besteht grundsätzlich ein Plakatierverbot, welches lediglich während der jährlichen Gremienwahlen zwecks Wahlkampf aufgehoben wird. Den Rest des Jahres fungiert die Uni als riesige Werbefläche, die in Kooperation mit der Deutschen Hochschulwerbung auf Plakattafeln und großen Bildschirmen die Möglichkeit bietet, Studis und Mitarbeiter*innen der Uni mit militaristischer, sexistischer oder auch einfach nur stumpfer Werbung zu belästigen. Studentische Plakate dürfen da natürlich nicht von den guten, profitablen Kommerzpostern ablenken!

Noch schlimmer sind die Aktionen in der O-Woche, während der mensch kaum von der Mensa zur Bushaltestelle kommt, ohne auf diesen paar Metern drei neue Handyverträge, eine Lebensversicherung und zwei Krankenkassenwechsel angeboten zu bekommen.
Und weil Geld bekanntlich nicht stinkt und ohnehin niemand die Zivilklausel ernst nimmt, prangte auf dem riesigen Bildschirm in der Glashalle im vergangenen Winter Bundeswehrwerbung in Tarnfleck.

Weg damit! Die Flächen der Uni gehören jenen, die sich an ihr aufhalten; nicht Konzernen und erst recht nicht den Kriegseuphemismen!
Darum fordern wir die sofortige Aufhebung des Plakatierverbotes zugunsten der studentischen Möglichkeit, selbstverwaltete Projekte, Kultur, Politik zu bewerben sowie das Ende der Kooperation mit der Deutschen Hochschulwerbung.

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