Inkludieren statt integrieren!

Und schon gar nicht inszenieren!

Ein selbstbestimmtes Studium sollte jedem Menschen ermöglicht werden, unabhängig davon welche Einschränkungen dieser mitbringt. Dies geht nur, wenn auf Einschränkungen geachtet und gezielt darauf hingearbeitet wird, dass Betroffene nicht behindert werden. Barrieren können schwere Türen, an welchen kein Türöffner angebaut ist, oder Treppen ohne Fahrstuhl sein. Weitere Barrieren sind die Anwesenheitspflicht oder die Wiederholungsfristen. Diese hindern Menschen mit unvorhersehbaren Einschränkungen an einem selbstbestimmten Studium.

Bei der Inklusion müssen alle berücksichtigt werden. Es geht dabei nicht nur um physische Einschränkungen, sondern auch um psychische Störungen und Menschen, die sich um andere kümmern müssen und dadurch eingeschränkt werden. Die Inklusion kann aber nur funktionieren, wenn mit den Betroffenen geredet wird und so Barrieren gezielt abgebaut werden. Der Aufbau neuer Hürden muss von vornherein verhindert werden. Die Betroffenen müssen dabei selbst die Hauptakteur*innen sein, da sie am besten wissen, wo die Umwelt sie behindert. Es muss eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe entstehen, in welcher jede*r mitreden und sich aktiv an der Gestaltung der Inklusion beteiligen kann.

Dieser Anspruch muss über die Grenzen der Uni hinaus gehen. Nur wenn die Gesellschaft inklusiv wird, kann die Uni inklusiv werden. Dabei ist es wichtig, von dem Integrationsgedanken wegzukommen. Bei der Integration von Menschen ist die Kategorie des “Anderen”, welches integriert werden muss, zentral. Im Inklusionsgedanken wird das Schubladendenken geschwächt. Er ermöglicht die Überwindung von Barrieren und ein gutes Leben für alle.

Wir KRALLEN uns unser selbstbestimmtes Leben indem wir Barrieren wegschaffen, verhindern und über solche aufklären. Wir sind für eine inklusive Gesellschaft, in der jede*r die Möglichkeit hat ,
selbstbestimmt zu leben.

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